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• 1 Ursachen der Wasserverschmutzung
o 1.1 In Oberflächengewässern
o 1.2 Im Grundwasser
• 2 Auswirkungen der Wasserverschmutzung
• 3 Maßnahmen zur Wasserreinhaltung
• 4 Generelle Ziele für den Grundwasserschutz
• 5 Bedeutung des Gewässerschutzes
• 6 Einzelnachweise


Ursachen der Wasserverschmutzung
In Oberflächengewässern


• flächiger Eintrag von Schadstoffen aus der Luft
• durch Unfälle in Industrie oder Verkehr freigesetzte Schadstoffe (z. B. Tankerunfälle, Havarien oder Großbrände in Industrieanlagen)
• Pflanzenschutzmittel
• die Einleitung ungeklärter Abwässer
Im Grundwasser
• die wasserlöslichen oder flüssigen Bestandteile illegal deponierter Abfälle aus privaten Haushalten, Industrie und Gewerbe
• Abwasser aus undichten Kanalisationsrohren
• übermäßiges Düngen von Feldern mit Mist und Gülle hauptsächlich aus der Massentierhaltung
• in Industrie oder Gewerbebetrieben absichtlich oder unabsichtlich freigesetzte Schadstoffe (z. B. durch unentdeckte Leitungsleckagen, fahrlässiges Verhalten von Betriebsangehörigen, Betriebsunfälle, in früheren Zeiten auch aufgrund fehlenden Problembewusstseins)


Auswirkungen der Wasserverschmutzung


Heute kann man oberflächennahes Grundwasser kaum noch zur Trinkwassergewinnung nutzen, da die Trinkwasserverordnung vorschreibt, dass unter anderem nicht mehr als 50 mg Nitrat/Liter im Trinkwasser nachweisbar sein darf. Deshalb werden immer tiefere Grundwasservorkommen zur Trinkwassergewinnung genutzt.
Maßnahmen zur Wasserreinhaltung


Die Wasserreinhaltung erfolgt mit dem Ziel, die Einflüsse der menschlichen Nutzungen der Gewässer und ihres Umlandes auf ein erträgliches Maß zu mindern. Im Bereich der Europäischen Union wird durch die Wasserrahmenrichtlinie die Erreichung eines guten ökologischen Zustandes als Ziel der Gewässergüte und somit des Gewässerschutzes definiert. Auf nationaler Ebene dient dieser Aufgabe vor allem das Wasserrecht, aber auch andere Gesetze aus dem Bereich Umweltrecht.


Die Maßnahmen der Wasserreinhaltung können sein:


• Vermeidung der Gewässerbelastung durch Verzicht auf den Einsatz störender Stoffe beziehungsweise deren Rückhalt am Anfallort.
• Angepasste landwirtschaftliche Bewirtschaftung (zum Beispiel Erosionsvermeidung, Gülleanalysen und geringer Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz).
• Maßnahmen zur Abwasserableitung und -reinigung.
• Ordnungsgemäße Abfallentsorgung.
• Vermeidung und Bekämpfung von Unfällen und Störfällen, zum Beispiel durch Löschwasserrückhaltung.
• Bei Säuberungsaktionen von Gewässern mithelfen
• Rückhaltung von Löschwasser
• Schutzgebiete für Pflanzen und Tiere am See/Fluss beachten
• Ufer und Böschungen sauber halten
• Wasser nicht verschwenden
• Wenn möglich Regenwasser verwenden
• Umweltfreundliche Wasch- und Putzmittel verwenden
• Kein Öl oder Fett ins Wasser kippen


Die Überwachung des Gewässerzustands und der Gewässerentwicklung nennt sich Gewässermonitoring.
Generelle Ziele für den Grundwasserschutz
Grundwasser ist ein wesentliches Element des Naturhaushaltes. Es ist Teil des Wasserkreislaufs und erfüllt wichtige ökologische Funktionen. Grundwasser ist auch die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands. Das Grundwasser muss daher weitgehend vor Verunreinigungen geschützt werden. Für den Grundwasserschutz bestehen daher folgende generelle Ziele:[1]


• Das Grundwasser ist vor Verunreinigungen oder sonstigen nachteiligen Veränderung seiner Eigenschaften zu schützen und in seiner natürlichen Beschaffenheit zu erhalten.
• Die Bewirtschaftung des Grundwassers muss im Einklang mit dem Naturhaushalt erfolgen.
• Grundwasser ist vorsorgend und flächendeckend zu schützen.
• Qualitätsmaßstab ist seine anthropogen weitgehend unbeeinflusste Beschaffenheit.
Bedeutung des Gewässerschutzes

 

 

                                                          

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